Telfi

 

Übersicht

Langtitel

Telelernen für HaftinsassInnen

Internet-Adresse

www.telfi.at

Verantwortliche Institution

Projektleitung:
Dr. Walter HAMMERSCHICK
Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie
Museumstrasse 5/12
1070 Wien

Projektpartner der TU Wien:
Institut für Softwaretechnik und Interaktive Systeme
http://www.ifs.tuwien.ac.at

Ansprechpartner

a.o.Univ. Prof. Dr. Gerald Futschek

futschekifs.tuwien.ac.at

Fachbereich

Maßnahmen für inhaftierte Arbeitssuchende

Beschreibung

Die Zahl der Gefangenen im österreichischen Strafvollzug steigt, und ein Großteil verlässt die Anstalten wieder ohne Perspektiven und ohne Chance auf einen Arbeitsplatz. Abgesehen von verschiedenen anderen Problemen, die Strafgefangene belasten, verfügt ein Großteil dieser Klientel über keine abgeschlossene, am Arbeitsmarkt verwertbare Ausbildung.

Eine im Auftrag des AMS durchgeführte Studie belegt, dass qualifizierte Strafgefangene nach einer Haft eher Beschäftigung finden. Darüber hinaus kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass Haftentlassene, die eine Beschäftigung finden, ein vergleichsweise geringeres Rückfallsrisiko aufweisen. Daraus ist zu schließen, dass Maßnahmen zur Qualifizierung bzw. zur Förderung der Arbeitsmarktintegration von Strafgefangenen geeignet sind, deren Position am Arbeitsmarkt zu verbessern und damit auch einen wesentlichen Beitrag zu deren Resozialisierung und zur Prävention von Kriminalität zu leisten. 

Projektzeitraum

15. September 2002 bis 14. September 2005

Förderung

Europäische Gemeinschaftsinitiative EQUAL

http://www.equal-esf.at

 

Details

Lehrfunktion

  • Informationsvermittlung
  • Wissenserarbeitung
  • Üben und Anwenden
  • Diskussion und Austausch
  • Motivation
  • Feedback und Lernerfolgskontrolle

Medieneinsatz

  • Hypertext
  • PDF
  • Simulation
  • Animation
  • CBT / WBT

Lehrszenarien

  • Präsenzveranstaltungen
  • Übung
  • Betreuung

Zielgruppe

  • HaftinsassInnen

Ziele und Inhalte

Das Projekt Telfi versucht einen Beitrag zu leisten, in Zukunft mehr HaftinsassInnen besser auf die Anforderungen des Lebens nach einer Haft und des Arbeitsmarktes vorzubereiten. Die Haftzeit soll sinnvoll genutzt werden, und Defizite der Gefangenen sollen reduziert werden. Es werden arbeitmarktpolitisch relevante Qualifizierungsangebote entwickelt und angeboten sowie die dafür notwendigen Strukturen errichtet.

Kursangebote alleine sind aber oft nicht ausreichend, um die Chancen auf Eingliederung in den Arbeitsmarkt zu verbessern. Im Rahmen von Telfi wird daher ein neues Modell zur Förderung im Strafvollzug entwickelt und getestet. Förderplanung sowie kursbegleitende Betreuung, Vorbereitung auf das Leben nach der Haft, auf den Arbeitsmarkt oder auf weiterführende Maßnahmen und Unterstützung beim Übergang sollen positive Entwicklungen fördern und absichern.

Telfi will aber auch aufzeigen, dass viele Strafgefangene den Wunsch und die Motivation haben, an ihren Chancen auf gesellschaftliche und berufliche Eingliederung nach der Haft zu arbeiten. 

Geplant sind weitere Sprachkurse, Kurse in Richtung Lagerverwaltung, theoretische Grundlagen für die Bereiche Metall und Holz sowie allgemeinbildende, schulische Grundlagen. Die Sprachkurse sollen unter anderem an bereits im Strafvollzug bestehende Ausbildungen – z.B. Restaurantfachkraft – anschließen und diese ergänzen. Ebenso sollen die im Metall- und Holzbereich geplanten Grundlagenkurse bestehende Ausbildungsangebote ergänzen und unterstützen. 

Didaktisches Konzept

Kern des didaktischen Konzepts ist ein Blended-Learning Ansatz mit wöchentlichen Präsenzphasen, die vor allem für den Austausch auch zwischen den Lernenden zum Beispiel in Form von Teamlernen genutzt werden. Die Betreuung in den online-Phasen erfolgt durch VollzugsmitarbeiterInnen, die im Rahmen des Projekts zu TeletutorInnen ausgebildet wurden.

Die Lernsituation kann als ungewöhnlich beschrieben werden, da viele Probleme der Lernenden („was passiert nach der Haft...“) nicht unmittelbar mit dem Lernen zusammenhängen, dieses aber stark beeinflussen. Diesem Effekt wurde mittels sozialpädagogischen Maßnahmen entgegengesteuert.

 

Technik

Zugang

über einen Router (stärker als rein passwortgeschützt)

Nutzung

  • HTML -Seiten
  • PDF –Dokumente
  • interaktive Lehrbücher
  • Excel
  • Flash und Videos
  • moderiertes Forum (Beiträge mussten erst freigeschalten werden)

Software

  • Adobe Acrobat Reader
  • Viewer für Videoclips